Schlauchquetschventil 205M – hermetisch geschlossenes Gehäuse

DN 50-1200; PN6-40
Garantie
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Technische Daten

  • Nenndurchmesser DN 50-1200
  • Nenndruck PN10, PN16, PN25, PN40
  • Mediumtemperatur -60 °C ... +200 °C
  • Gehäuseart Geschlossen, hermetisch
  • Dichtheitsklasse «А»
  • Einbaulage Beliebig, außer mit nach unten gerichtetem Antrieb
  • Betätigungsarten — manuell (Hebel)
    — manuell (Handrad)
    — manuell (Getriebe)
    — pneumatischer Antrieb
    — elektrischer Antrieb
  • Garantiezeit 12 Monate
  • Durchschnittliche Lebensdauer 6 000 Zyklen
  • Garantierte Lebensdauer Nicht weniger als 4000 Zyklen

Technische Zeichnungen und Abmessungen

Nenndruck PN10

Tabelle der Hauptabmessungen

DND, mmD1, mmL, mmn-ød
50 165 125 165 4-M18
65 185 145 165 8-M18
80 200 160 200 8-M18
100 220 180 250 8-M18
125 250 210 310 8-M18
150 285 240 375 8-M22
200 340 295 500 8-M22
250 395 350 625 12-M22
300 445 400 750 12-M22
350 505 460 875 16-M22
400 565 515 1000 16-M26
450 615 565 1125 20-M26
500 670 620 1250 20-M26
600 780 725 1500 20-M30

Tabellenwerte für die Nennweiten DN700–DN1200 sowie für den Druck PN16 sind auf Anfrage erhältlich

Produktbeschreibung

Das Schlauchquetschventil Modell 205M dient zum Absperren und Regeln des Durchflusses bei abrasiven Schlämmen, Klarschlamm, Pulvern und anderen feststoffhaltigen Medien. Sein hermetisch geschlossenes, zweiteiliges Gehäuse enthält eine austauschbare Elastomermanschette und einen Mechanismus, der die Manschette von beiden Seiten zusammendrückt.

Die Manschette bildet den Durchgang und trennt im Normalbetrieb das Prozessmedium vom Ventilgehäuse. Das hermetische Gehäuse bildet bei einem Manschettenversagen eine zusätzliche Rückhaltebarriere – innerhalb der für die gewählte Ausführung festgelegten Grenzen. Manschettenwerkstoff, Verstärkung und Betätigung werden entsprechend den Betriebsbedingungen gewählt.

Verfügbare Ausführungen

  • Nennweiten: DN 50–1200;
  • Druckstufen: PN 10, PN 16, PN 25 und PN 40;
  • Gehäusebauart: hermetisch geschlossene, zweiteilige Ausführung;
  • Durchgang: voller Durchgang in vollständig geöffneter Stellung;
  • Anschlüsse: geflanscht, mit Anschlussmaßen nach EN oder ASME gemäß Spezifikation;
  • Funktion: Auf/Zu-Absperrung oder Regelung, je nach gewählter Ausführung;
  • Betätigung: manuell, pneumatisch oder elektrisch.

Die Verfügbarkeit der jeweiligen Kombination aus Nennweite, Druckstufe, Manschettenwerkstoff und Antrieb hängt von der gewählten Ausführung ab. Flanschbohrung und Anschlussmaße werden für die Installation festgelegt; ein ASME-Flanschanschluss allein legt die Druckstufe des Ventils nicht fest.

Konstruktionsmerkmale und Vorteile

MerkmalVorteil
Hermetisches GehäuseBildet eine zusätzliche Rückhaltebarriere um die Manschette. Zulässiger Gehäusedruck und Rückhalteanforderungen werden für die bestellte Ausführung festgelegt.
Austauschbare ElastomermanschetteDas verschlissene medienberührte Bauteil kann ersetzt werden, während Gehäuse und Betätigungsmechanismus erhalten bleiben.
Beidseitiges Zusammendrücken der ManschetteGegenüberliegende Quetschelemente drücken die Manschette zusammen, um den Durchflussquerschnitt zu verringern oder den Durchgang zu schließen.
Voller DurchgangBietet bei vollständiger Öffnung einen freien Durchgang ohne Platte, Scheibe oder Kugel im Strömungsweg.
Verstärkte ManschettenkonstruktionKombiniert eine medienberührte Schicht mit einer für Druck und wiederholte Biegebeanspruchung ausgelegten Verstärkung.
Öffnungslaschen der ManschetteUnterstützen die Rückkehr der Manschette in die geöffnete Form, wenn der Mechanismus zurückfährt.
Zweiteiliges GehäuseKann zerlegt werden und ermöglicht den Zugang zu Manschette und Innenmechanismus für die Wartung.

Typische Einsatzbereiche

  • Bergbau und Mineralaufbereitung: Erzschlämme, Mineralsuspensionen, Sandförderung, Flotations- und Entwässerungskreisläufe;
  • Wasser- und Abwasserbehandlung: Klarschlamm, sandhaltiges Wasser, Rohabwasser und Kalkmilch;
  • Chemische Verfahrenstechnik: verträgliche chemische Lösungen, abrasive Suspensionen und Prozessabfälle;
  • Zellstoff und Papier: Fasersuspensionen, Prozessschlämme und andere feststoffhaltige Ströme;
  • Pulver- und Schüttguthandling: Absperrung verträglicher Pulver und körniger Medien.

Auswahl des Manschettenwerkstoffs

Die Elastomermanschette wird vor allem nach Abriebfestigkeit, chemischer Beständigkeit und Betriebstemperatur ausgewählt. Mischung und Verstärkung müssen außerdem zum Betriebsdruck und zur Schaltfrequenz passen.

ManschettenwerkstoffReferenz-TemperaturbereichTypische Anwendungen und Medien
NR
Naturkautschuk
−40 °C bis +80 °CAbrasive Schlämme auf Wasserbasis, Mineralsuspensionen, sandhaltiges Wasser und Kohleschlamm.
NR + Linatex−40 °C bis +85 °CStark abrasive Anwendungen mit der spezifizierten Naturkautschukauskleidung, u. a. Förderung von Sand, Kohle und Mineralschlämmen.
NBR
Nitrilkautschuk
−40 °C bis +120 °CÖlhaltiges Wasser, Mineralöle und verträgliche Mineralölprodukte, einschließlich ausgewählter Kraftstoffe.
EPDM−50 °C bis +130 °CMedien auf Wasserbasis, Salzlösungen sowie verträgliche verdünnte Säuren und Laugen.
SBR
Styrol-Butadien-Kautschuk
−40 °C bis +100 °CAbrasive Medien auf Wasserbasis, verunreinigtes Wasser und ausgewählte Mineralsuspensionen.
CSM
Chlorsulfoniertes Polyethylen
−40 °C bis +130 °CAusgewählte chemische Lösungen und verunreinigte Prozessmedien, die eine verträgliche chemikalienbeständige Mischung erfordern.
IIR
Butylkautschuk
−50 °C bis +130 °CAusgewählte chemische Anwendungen, verträgliche polare Lösungsmittel und Anwendungen mit geringer Gasdurchlässigkeit.
FKM
Fluorkautschuk
−20 °C bis +150 °CVerträgliche Kohlenwasserstoffe und chemische Medien, die Beständigkeit bei erhöhten Temperaturen erfordern.

Die Temperaturbereiche sind Auswahlrichtwerte für die aufgeführten Mischungen und keine gleichzeitig geltenden Druck-Temperatur-Grenzwerte. Die endgültige Eignung hängt von der gelieferten Manschettenrezeptur, der Verstärkung, Zusammensetzung und Konzentration des Mediums, dem Druck und der Schaltfrequenz ab.

Ersatzmanschetten und weitere Werkstoffoptionen ansehen →

Gehäusewerkstoffe

WerkstoffgruppeEN-BezeichnungASTM / andere Bezeichnung
SphärogussEN-GJS-400-15GGG40
Stahlguss (Kohlenstoffstahl)GP240GH (1.0619)ASTM A216 WCB
Edelstahlguss1.4308ASTM A351 CF8
Edelstahlguss1.4408ASTM A351 CF8M
AluminiumlegierungGemäß SpezifikationFür die Ausführung gewählte Güte

Der Gehäusewerkstoff wird nach mechanischen Anforderungen, Rückhalteanforderungen und Einbauumgebung gewählt. Im Normalbetrieb wird die chemische Verträglichkeit mit dem Prozessmedium in erster Linie durch die Manschette bestimmt. EN-Referenzen begründen keine automatische Austauschbarkeit mit ASTM-Güten.

Betätigung und Durchflussregelung

  • Manuelle Betätigung: Handrad oder Getriebe, je nach Ventilgröße und Betätigungskraft;
  • Pneumatische Betätigung: Antrieb nach erforderlicher Schließkraft und Betriebsbedingungen gewählt;
  • Elektrische Betätigung: Antrieb für Auf/Zu- oder Regelbetrieb gewählt.

Für Regelanwendungen werden Manschettengeometrie und Antriebssteuerung anhand des geforderten Durchflussbereichs und Druckverlusts ausgewählt. Stellungsrückmeldung und Steuerungszubehör werden entsprechend den Automatisierungsanforderungen spezifiziert.

Wartung und Ersatzmanschetten

Das zweiteilige Gehäuse ermöglicht den Zugang zur Manschette für Inspektion und Austausch, nachdem das Ventil abgesperrt, drucklos gemacht und entleert wurde. Eine verschlissene Manschette kann ausgetauscht werden, ohne das komplette Ventil zu ersetzen. Die Wartungsintervalle hängen von Abrieb, chemischer Belastung, Druck, Temperatur und Schalthäufigkeit ab.

Für eine Ersatzmanschette nennen Sie bitte Ventilmodell und Seriennummer, Nennweite, Druckstufe, den bisherigen Manschettenwerkstoff und die Betriebsbedingungen. Eine Zeichnung oder Fotos der Manschette helfen, die richtigen Abmessungen und Befestigungsmerkmale zu bestimmen.

Angaben für die Ventilauswahl

Bitte geben Sie Ventilgröße, Flanschnorm und Bohrung, Prozessmedium, Feststoffgehalt und Partikelgröße, Betriebsdruck und -temperatur sowie die gewünschte Betätigung an. Nennen Sie auch eventuelle Anforderungen an die Rückhaltung im Gehäuse bei einem Manschettenversagen. Für die Durchflussregelung nennen Sie außerdem minimalen, normalen und maximalen Durchfluss sowie Vor- und Nachdruck.

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